Dunkelfeld-Vitalblut-Untersuchung

Blutabnahme-Technik.

Nach Desinfektion wird mit einer sogenannten Lanzette (bei sehr empfindlichen Menschen mit einer automatischen Nadel in den Finger gestochen (leicht seitlich, um die empfindliche Fingerbeere zu schonen) und nach Verwerfen des ersten Tropfens ein weiterer Tropfen Blut gewonnen, auf einem Objektträger aufgebracht und mit einem Deckglas abgedeckt.

Visuelle Beurteilung.

Sowohl die Grösse des Tropfens, die Art des Zerfliessens sowie etwaige Aussparungen geben schon erste Hinweise auf mögliche Organschwächen, Verdickung des Blutes und ob einigermassen ausreichend Flüssigkeit zugeführt wurde.
Dann folgt die mikroskopische Untersuchung. In der Übersichtsvergrösserung und schliesslich in der 10x100fachen Vergrösserung sind die Blutbestandteile nativ, das heisst ohne Färbung oder Fixierung, sichtbar und zeigen Schwächen der Stoffwechselleistung oder einzelner Organe auf bzw. Hinweise auf ein Säure-Ungleichgewicht, meist Übersäuerung. Aus der Form und Aktivität der Blutzellen, rote und weisse Blutkörperchen und Blutplättchen, und Phänomene, die nur im speziellen Fall auftreten, können ev. Belastungen abgelesen werden. Zum Beispiel kann verschiedene Grösse der roten Blutkörperchen auf einen Vitalstoff-Mangel hinweisen. Auch die Beweglichkeit vor allem der roten Blutkörperchen wird beurteilt, ebenso die Aktivität bestimmter weisser Blutkörperchen. Bei aktivem oder überstandenem Infekt kann eine Belastung der Zellen sichtbar werden, bei beruflicher Belastung oder noch vorhandenen (oft auch bei schon entfernten) Amalgam-Füllungen der Zähne ev. eine Schwermetall-Belastung. Fallweise sind auch Kristall-Formen oder Schlackenstoffe zu sehen, die ihrerseits wieder Hinweise auf ihre Herkunft geben. In manchen Blutbildern zeigen sich auch Bakterien- oder parasitäre Formen, aber fast immer sind hilfreiche Symbionten vorhanden.

Abgrenzung zu herkömmlichen Laborwerten.

Die Zellen werden rein visuell in Form, Aktivität und Grösse beurteilt, manches auch intuitiv angesprochen und im Gespräch ergänzt, was erst nicht so wichtig erschien. Die Dunkelfeld-Vitalblut-Untersuchung ist keine quantitative Methode, es werden keine Zellen gezählt. Sie dauert etwa 15-20 Minuten, manchmal auch länger. In dieser Zeit gehe ich in alle Richtungen durchs mikroskopische Gesichtsfeld, um möglichst viel zu erfassen. Das Blutbild bietet, der Erfahrung nach, oft recht inhomogene Bereiche und zeigt im Kleinen das Grosse, wie ein Querschnitt durch den ganzen Körper, der ja auch nicht in allen Gebieten harmonisch oder disharmonisch ist, sondern es gibt häufig verschiedene Qualitäten gleichzeitig.

Schlussbetrachtung.

Die Dunkelfeld-Vitalblut-Untersuchung ist eine zeitaufwändige Methode. Doch sie gibt wertvolle Hinweise auf Imbalancen und auch Beschwerden, die manche Menschen zu erwähnen vergessen, weil sie schon daran gewöhnt sind. So kann der Mensch leichter in seiner Individualität und gleichzeitig in seiner Ganzheit erfasst werden und entsprechende Anwendungen und Behandlungen gewählt werden, die möglichst viele Aspekte dieses besonderen Menschen berücksichtigen.